Mirecourt
Mirecourt | ||
|---|---|---|
Region | Grand Est | |
Département | Vosges | |
Arrondissement | Neufchâteau | |
Kanton | Mirecourt (Hauptort) | |
Gemeindeverband | Mirecourt Dompaire | |
Koordinaten | 48° 18′ N, 6° 8′ O48.2988888888896.1302777777778 | |
Höhe | 261–378 m | |
| Fläche | 12,12 km2 | |
Einwohner | 5.325 (1. Januar 2015) | |
Bevölkerungsdichte | 439 Einw./km2 | |
Postleitzahl | 88500 | |
INSEE-Code | 88304 | |
Website | www.mirecourt.fr | |
Lage von Mirecourt im Département Vosges | ||
Luftbild
Mirecourt ist eine französische Stadt mit 5325 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Neufchâteau und ist Hauptort (chef-lieu) des Kantons Mirecourt.
Inhaltsverzeichnis
1 Geografie
2 Geschichte
2.1 Bevölkerungsentwicklung
3 Wirtschaft
4 Sehenswürdigkeiten
5 Städtepartnerschaft
6 Persönlichkeiten
7 Weblinks
8 Einzelnachweise
Geografie |
Die Kleinstadt Mirecourt liegt am Madon, einem Nebenfluss der Mosel, etwa 50 km südlich von Nancy in der Nähe der französischen Autobahn A31 (Beaune-Luxemburg).
Nachbargemeinden von Mirecourt sind Poussay und Mazirot im Norden, Villers im Osten, Vroville im Südosten, Mattaincourt im Süden, Domèvre-sous-Montfort und Remicourt im Südwesten, Thiraucourt im Westen sowie Domvallier und Ramecourt im Nordwesten.
Geschichte |
Die im 18. Jahrhundert aufgekommene lateinische Schreibweise Mercurii curtis soll auf eine römische Kultstätte des Merkur hindeuten, wofür es jedoch keinerlei Belege gibt, Mirecourt wurde stattdessen nach einem Grundbesitzer namens Muricus benannt. Der Ort wurde erstmals in einer Urkunde vom 13. Juni 960 erwähnt, in der Kaiser Otto der Abtei Bouxières bestätigt: „Urso stiftete ein Grundstück im Muricus-Gut“ (Urso dedit praedium in Murici curte).[1] Später gehörte das Gebiet zum Herrschaftsbereich der Grafen von Toul. Ab 1284 gehörte Mirecourt zum Herzogtum Lothringen, bis dieses im Jahre 1766 nach dem Tod von Stanislaus I. Leszczyński gemäß dem Friedensvertrag von Wien an Frankreich fiel.
Bevölkerungsentwicklung |
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 |
| Einwohner | 8.572 | 8.804 | 8.649 | 7.940 | 6.900 | 6.384 | 5.956 |
Wirtschaft |
- Regionale Gewerbeparks mit 400 Betrieben
- Flughafen Épinal-Mirecourt
- Holzverarbeitung
- Das Klöppeln von Spitzen hat hier eine lange Tradition.
- Seit dem 17. Jahrhundert ist die Gegend ein Zentrum für den Geigenbau. 1970 gründete hier der bekannte Geigenbauer Étienne Vatelot eine Schule für angehende Geigenbauer, in Mirecourt ist die École Nationale de Lutherie.
- Das psychiatrische Zentrum des Départements (Centre hospitalier spécialisé de Ravenel) ist mit etwa 1000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Stadt.
Sehenswürdigkeiten |
- Altstadt
- Geigenbaumuseum „Musée de la Lutherie et de l’Archèterie Françaises“
- Museum für mechanische Musikinstrumente „Maison de la Musique Mécanique“
- Hospitalskapelle
- Kapelle Saint-Vincent
- Kirche Nativité-de-Notre-Dame (Mariä-Geburt-Kirche)
Städtepartnerschaft |
Seit 1969 besteht eine Städtepartnerschaft mit Bonn-Beuel. Ausgangspunkt war die Glocke „St. Michael“, die zu Napoleons Zeit aus dem Beueler Ortsteil Schwarzrheindorf nach Mirecourt geschafft wurde. Sie wurde von Mirecourt in den 1960er Jahren zurückgegeben, dafür erhielt die Stadt als Spende des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen eine neue Glocke.
Persönlichkeiten |
Pierre Fourier (1565–1640), Priester und Augustiner-Chorherr, Heiliger der katholischen Kirche
Nicolas Colson (* 1785), Instrumentenbauer
Bernard de Girmont (1758–1834), Trappist, Prior, Abt und Klostergründer
Jean-Baptiste Vuillaume (1798–1875), Geigenbauer
Louis-Joseph Buffet (1818–1898), französischer Staatsmann, 1875 bis 1876 Premierminister
Nicolas Eugène Simoutre (1834–1908), Geigenbauer
Hugues Emile Blondelet (1875–1928), Geigenbauer
Jack Lang (* 1939), führender Politiker Frankreichs, zeitweise Kultur- sowie Bildungsminister
Weblinks |
Offizielle Webseite der Stadt (französisch)
Musée de la Lutherie et de l’Archèterie Françaises (französisch)
Verzeichnis von Instrumentenbauern in Mirecourt von 1600 bis 1980 (französisch)
Offizielle Seite des Beueler Partnerschaftskomitees (deutsch)
Einzelnachweise |
↑ Robert Henri Bautier: Les origines de l'Abbaye de Bouxières-aux-Dames au diocèse de Toul. Nancy 1987, Seite 97.
.mw-parser-output div.BoxenVerschmelzen{border:1px solid #AAAAAA;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;padding-top:2px}.mw-parser-output div.BoxenVerschmelzen div.NavFrame{border:none;font-size:100%;margin:0;padding-top:0}
.mw-parser-output div.NavFrame{border:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center}.mw-parser-output div.NavPic{float:left;padding:2px}.mw-parser-output div.NavHead{background-color:#EAECF0;font-weight:bold}.mw-parser-output div.NavFrame:after{clear:both;content:"";display:block}.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFrame{margin-top:-1px}.mw-parser-output .NavToggle{float:right;font-size:x-small}