Rotava

























































































Rotava





Wappen von Rotava

Rotava (Tschechien)


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Basisdaten

Staat:

Tschechien

Region:

Karlovarský kraj

Bezirk:

Sokolov

Fläche:
1202,7313[1]ha

Geographische Lage:

50° 18′ N, 12° 33′ O50.30305555555612.556388888889568Koordinaten: 50° 18′ 11″ N, 12° 33′ 23″ O
Höhe:

568 m n.m.

Einwohner:
3.008 (1. Jan. 2018)[2]

Postleitzahl:
357 01 – 357 02

Kfz-Kennzeichen:
K
Verkehr
Straße:

Sokolov–Kraslice
Bahnanschluss:

Sokolov–Klingenthal
Nächster int. Flughafen:

Flughafen Karlsbad
Struktur
Status:
Stadt
Ortsteile:
2
Verwaltung

Bürgermeister:
Iva Kalátová (Stand: 2018)
Adresse:
Sídliště 721
35701 Rotava 1
Gemeindenummer:
560600

Website:

www.rotava.cz
Lage von Rotava im Bezirk Sokolov

Karte

Rotava (deutsch Rothau) ist eine Stadt im Karlovarský kraj in Tschechien.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


    • 1.1 Geographische Lage


    • 1.2 Ortsgliederung


    • 1.3 Nachbarorte




  • 2 Geschichte


    • 2.1 Einwohnerentwicklung




  • 3 Verkehr


  • 4 Persönlichkeiten


  • 5 Weblinks


  • 6 Einzelnachweise





Geographie |



Geographische Lage |


Rotava befindet sich acht Kilometer südöstlich von Klingenthal im böhmischen Westerzgebirge und gehört zum Okres Sokolov. Die Stadt liegt auf einer Hochfläche zwischen den Tälern der Svatava, Rotava und des Novaveský potok.


Nachbarorte sind Obora und Šindelová im Nordosten, Jindřichovice im Südosten, Loučná im Süden, Smolná im Westen sowie Kraslice und Sklená im Nordwesten.



Ortsgliederung |




Blick von Horní Rotava




die Basaltorgeln aus vulkanischer Tätigkeit


Die Stadt Rotava besteht aus den Ortsteilen[3] Rotava (Rothau) und Smolná (Pechbach), die zugleich auch Katastralbezirke[4] bilden.
Grundsiedlungseinheiten sind Horní Rotava (Oberrothau), Nová Plzeň, Rotava, Rozcestí und Smolná.[5] Außerdem gehört zu Rotava die Einschicht Anenské Údolí (Annathal).



Nachbarorte |




















Stříbrná (Silberbach)


Kraslice (Graslitz)

Nachbargemeinden

Šindelová (Schindlwald)

Oloví (Bleistadt)

Jindřichovice (Heinrichsgrün)



Geschichte |


Nach der Entdeckung von Eisenerzlagerstätten im südwestlichen Erzgebirge entstand 1543 eine Ansiedlung für die Berg- und Hüttenleute. Der Ort gehörte zum Besitz der Familie Schlick. 1628 erwarben ihn die Grafen Nostitz, die ihn bis zur Ablösung der Patrimonialherrschaften im Jahre 1850 besaßen. In der Anfangszeit lag Rothau äußerst abgelegen. Mit der Schaffung einer Straßenverbindung führte ein wichtiger Handelsweg von Erfurt und Plauen nach Prag durch den Ort. Seit dem 17. Jahrhundert entwickelte sich Rothau, das 1654 nur 18 Einwohner hatte, zu einem der bedeutsamsten Standorte der Zinnblechfabrikation in Europa. Aus dem 1560 gegründeten Dorf Winckelaw entstand der Ortsteil Oberrothau.


1861 wurde das Stabeisenwalzwerk errichtet, 1880 folgte ein Blechwalzwerk und 1889 entstand ein Stahlwerk mit Martinöfen. Die 1909 von Erwein von Nostitz-Rieneck gegründete Eisenwerke AG Rothau-Neudek beschäftigte mehr als 1000 Arbeitnehmer und produzierte pro Jahr ca. 100.000 t Eisen. Auch bei der Blechherstellung war das Unternehmen in der k.u.k. Monarchie führend.


Auf den Fluren von Oberrothau entstand in den 1920er Jahren die Siedlung Haar. Im Jahre 1925 wurde die Stadtkirche erbaut.


Der Zusammenbruch des Unternehmens infolge der Weltwirtschaftskrise im Jahre 1931 führte in Rothau und Umgebung zur höchsten Arbeitslosenquote in der Tschechoslowakei und löste soziale Unruhen aus. Nach dem Münchner Abkommen wurde Rothau ins Deutsche Reich eingegliedert und gehörte zum Landkreis Graslitz. Während des Zweiten Weltkrieges erfolgte die Produktion von Waffen.


Nach Kriegsende wurden die Industrieanlagen von den Škoda-Werken Pilsen übernommen und es entstand wiederum auf Fluren von Horní Rotava die Siedlung Nová Plzeň. Zwischen 1960 und 1990 wurde dort mit Sídliště eine weitere Siedlung angelegt. Im Jahre 1965 wurde Rotava zur Stadt erhoben.



Einwohnerentwicklung |
































Jahr Einwohnerzahl[6]
1869 1.792
1880 1.775
1890 1.957
1900 2.480
1910 3.519



























Jahr Einwohnerzahl
1921 3.661
1930 3.778
1950 1.304
19611
1.883
19701
4.110























Jahr Einwohnerzahl
19801
3.784
19911
3.433
20011
3.449
20111
3.145



1 Rotava mit Smolná


Verkehr |


Rotava besitzt einen Bahnhof an der grenzüberschreitenden Bahnstrecke Sokolov–Klingenthal. Direkte Zugverbindungen bestehen mit den Zügen der VIAMONT nach Sokolov, Karlovy Vary (Karlsbad) und Zwickau.



Persönlichkeiten |




  • Hans Hutschenreuther (1575–1657), Hammerherr und Bergverständiger


  • Christoph Michael Hutschenreuther (* um 1628; † 1707), Hammermeister, Gutsbesitzer


  • Hermann Brandl (1874–1938), Oberlehrer und Heimatforscher


  • Rudolf Rossmeisl (1923–1986), DDR-Diplomat, Botschaftsrat in der VR China und der UdSSR (1956–1960), Botschafter in Polen (1968–1973) und Spanien (1973–1975)



Weblinks |



 Commons: Rotava – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Einzelnachweise |




  1. http://www.uir.cz/obec/560600/Rotava


  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2018 (PDF; 421 KiB)


  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/560600/Obec-Rotava


  4. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/560600/Obec-Rotava


  5. http://www.uir.cz/zsj-obec/560600/Obec-Rotava


  6. Historický lexikon obcí České republiky - 1869-2015. Český statistický úřad, 18. Dezember 2015, abgerufen am 14. Februar 2016 (PDF, tschechisch). 


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