Topoľčany


























































































Topoľčany
Wappen
Karte

Wappen von Topoľčany

Topoľčany (Slowakei)


Topoľčany

Topoľčany


Basisdaten

Staat:

Slowakei

Kraj:

Nitriansky kraj

Okres:

Topoľčany

Region:

Nitra

Fläche:
27,576 km²

Einwohner:
25.492 (31. Dez. 2017)

Bevölkerungsdichte:
924 Einwohner je km²

Höhe:

174 m n.m.

Postleitzahl:
955 01

Telefonvorwahl:
0 38

Geographische Lage:

48° 34′ N, 18° 11′ O48.55916666666718.175277777778174Koordinaten: 48° 33′ 33″ N, 18° 10′ 31″ O

Kfz-Kennzeichen:
TO

Kód obce:
504998
Struktur

Gemeindeart:
Stadt
Gliederung Stadtgebiet:
3 Stadtteile
Verwaltung (Stand: November 2014)

Bürgermeister:
Peter Baláž
Adresse:
Mestský úrad Topoľčany
Námestie M. R. Štefánika 1/1
95501 Topoľčany
Webpräsenz:

www.topolcany.sk

Statistikinformation auf statistics.sk

Topoľčany (Audio-Datei / HörbeispielAussprache?/i; vor 1920 Veľké Topolčany – bis 1927 Topolčany; deutsch [Groß-]Topoltschan, ungarisch Nagytapolcsány – bis 1882 Nagytapolcsán) ist eine Stadt in der Westslowakei mit 25.492 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) und gibt einem Bezirk seinen Namen.


Eine gängige Bezeichnung für die Einwohner der Stadt ist žochári (Sg. žochár, abgeleitet von žoch – Bezeichnung für einen Sack voll Wolle).[1]




Das Rathaus von Topoľčany




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


  • 2 Geschichte


  • 3 Bevölkerung


  • 4 Sehenswürdigkeiten


  • 5 Persönlichkeiten


  • 6 Städtepartnerschaften


  • 7 Sport


  • 8 Weblinks


  • 9 Einzelnachweise





Geographie |


Topoľčany liegt im oberen Nitratal, genauer im oberen Donauhügelland (Teil des slowakischen Donautieflands), eingebettet zwischen dem Inowetz und dem Tribetzgebirge und besteht aus den Ortsteilen Topoľčany, Malé Bedzany (Klein-Bulgyin/Kleinbedsan) sowie Veľké Bedzany (Groß-Bulgyin/Großbedsan) (beide 1971 eingemeindet). Die Stadt ist zwischen der östlich fließenden Nitra und seinem im Süden der Stadt mündenden Zufluss Chotina gelegen. Das Stadtzentrum liegt auf einer Höhe von 174 m n.m. und ist 36 Kilometer von Nitra sowie 108 Kilometer von Bratislava entfernt (Straßenentfernung).


Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Luftlinie zum nächsten Ortszentrum und die Entfernungen sind auf halbe Kilometer kaufmännisch gerundet. Städte sind fett hervorgehoben.



















Tovarníky, Nové Mesto nad Váhom
2,5 km, 33,5 km

Norovce, Bánovce nad Bebravou
8,5 km, 19 km

Krušovce, Prievidza
4,5 km, 41 km

Nemčice, Piešťany
4 km, 25 km

Nachbargemeinden

Práznovce, Partizánske
3 km, 16,5 km

Chrabrany, Hlohovec
3,5 km, 31 km

Nitrianska Streda, Nitra
4 km, 28 km

Solčany, Zlaté Moravce
3 km, 25,5 km


Geschichte |


Der Ort wurde 1173 erstmals urkundlich als Tupulchan/Tapolchan (aus dem slowakischen topoľ „Pappel“) erwähnt. Mitte des 13. Jahrhunderts kamen einige Deutsche in die Stadt; in gleicher Periode erlangte das Geschlecht Csák den Besitz der Stadt. Die dazugehörende Burg wurde auf Grund der flachen Landschaft verhältnismäßig weit von der Stadt im Inowetz errichtet, bei der heutigen Gemeinde Podhradie. Nach dem Tod von Matthäus Csák im Jahr 1321 war sie bis 1389 im königlichen Besitz und wird 1334 zum ersten Mal als Stadt erwähnt. Aber auch nach einer Donation von Sigismund von Luxemburg blieb Topoltschan weiterhin ein bekannter Marktflecken. 1431–1434 beherrschten die Hussiten die Stadt mit der Gegend und organisierten verschiedene Streifzüge, die erst mit einer Lösegeld-Auszahlung endeten und 1435 wieder verließen die Gegend. Aber auch antihabsburgische Aufstände und Angriffe der Türken im 16. und 17. Jahrhundert verheerten die Stadt beträchtlich. Im 15. Jahrhundert gab es im Ort eine bekannte Glockengießerei, später wurde die Stadt zum Zentrum des Safranhandels und es entwickelte sich ein lebhaftes Handwerkertum. Weiter begünstigt wurde die Entwicklung durch den Einfluss der jüdischen Gemeinde auf die Geschicke der Stadt im 18. Jahrhundert, wodurch die Handelsbeziehungen noch weiter ausgebaut wurden. Die Grafen Matuschka führen seit dem 18. Oktober 1519 das, auf die Burg Topol´cany zurückzuführende, Prädikat "von Topolcan" (heute: Graf von Matuschka, Freiherr von Toppolczan und Spaetgen).


Auch während der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts war die Stadt eher von Landwirtschaft und Handel geprägt. 1870 wurde eine Zuckerfabrik fertiggestellt, die sich an die schon vorher entwickelnde Lebensmittelindustrie anschloss. 1882 wurde der Eisenbahnabschnitt nach Neutra feierlich eröffnet.


Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam es im Ort am 24. September 1945 zu einem Pogrom gegen die im Ort verbliebene jüdischen Bevölkerung, dem sogenannten Pogrom von Topoľčany.



Bevölkerung |


Auszug aus den Ergebnissen der Volkszählung 2001 (14.366 Einwohner):






Nach Ethnie:



  • 97,86 % Slowaken

  • 0,92 % Tschechen

  • 0,20 % Magyaren

  • 0,19 % Roma/Sinti



Nach Religion:



  • 82,94 % römisch-katholisch

  • 11,34 % konfessionslos

  • 2,82 % evangelisch

  • 1,84 % keine Angabe




Sehenswürdigkeiten |



  • katholische Kirche von 1740, nach Zerstörung bis 1802 erneuert

  • Schloss von Tovarníky, Renaissancebau von 1600–1610

  • Ruine der Burg Topoltschan nordwestlich der Stadt im Inowetzgebirge, oberhalb der Gemeinde Podhradie


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Topoľčany


Persönlichkeiten |




  • Jozef Marko (1923–1996), slowakischer Fußballspieler und Fußballtrainer


  • Rudolf Vrba (1924–2006), kanadischer Professor und Überlebender des Holocaust


  • Robert J. Büchler (1929–2009), jüdischer Historiker und Friedensaktivist, Holocaust-Überlebender


  • Rudolf Sivák (* 1955), Rektor der Wirtschaftsuniversität Bratislava


  • Miroslav Siva (* 1961), slowakischer Fußballspieler


  • Robert Fico (* 1964), ehemaliger Regierungschef der Slowakei


  • Miroslav Šatan (* 1974), slowakischer Eishockeyspieler


  • Tibor Melichárek (* 1976), slowakischer Eishockeyspieler


  • Boris Peškovič (* 1976), slowakischer Fußballspieler


  • Ľubomír Višňovský (* 1976), slowakischer Eishockeyspieler


  • Mário Breška (* 1979), slowakischer Fußballspieler


  • Daniel Valo (* 1979), slowakischer Handballspieler


  • Viera Schottertova (* 1982), slowakisches Model


  • Denisa Dvončova (* 1988), slowakisches Model


  • Matúš Mikuš (* 1991), slowakischer Fußballspieler



Städtepartnerschaften |







  • Artern

  • Einbeck

  • Hlohovec

  • Jászberény

  • Levice




  • Luhačovice

  • Mazingarbe

  • Prilep

  • Rybnik




Sport |



  • HC Topoľčany, 1934 gegründeter Eishockeyclub, der in der zweitklassigen 1. Liga spielt.


Weblinks |



 Commons: Topoľčany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Eintrag zu Topolciansky hrad in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts

  • Infos zur Burgruine (slowakisch)



Einzelnachweise |




  1. „Žochári“ majú späť svoj symbol, hnonline.sk am 17. Februar 2005, abgerufen am 8. April 2011 (slowakisch)


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