Deutsche Sporthochschule Köln
| Deutsche Sporthochschule Köln | |
|---|---|
| Gründung | 1947[1] |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Köln |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Land | Deutschland |
| Rektor | Heiko K. Strüder (seit 20. Mai 2014)[2] |
| Studierende | 6.063 (Sommersemester 2018) |
| Mitarbeiter | 979 Stand: Dezember 2017 |
| davon Professoren | 27 Stand: Dezember 2017 |
| Website | www.dshs-koeln.de |
Luftaufnahme der Deutschen Sporthochschule Köln
Haupteingang der Deutschen Sporthochschule Köln
Studierende auf dem Campus der Deutschen Sporthochschule Köln
Die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS, SpoHo) ist die einzige deutsche Sportuniversität. Sie entstand aus der Deutschen Hochschule für Leibesübungen (DHfL), die 1920 von Carl Diem und August Bier in Berlin gegründet wurde. Gründungsrektor der Kölner Hochschule war 1947 ebenfalls Carl Diem, der bis zu seinem Tod 1962 Rektor blieb. Seit dem 20. Mai 2014 ist Heiko K. Strüder Rektor der DSHS, Kanzlerin ist seit dem 18. August 2014 Angelika Claßen.[3] Das Rektorat wird ergänzt durch die Prorektoren für Hochschulentwicklungsplanung, Ressourcen & Qualitätsmanagement, für Lehre & Studium, für Forschung sowie für Außenbeziehungen & Wissensmanagement.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Gegenwart
3 Studienangebote
4 Sporteignungsprüfung[6]
5 Einrichtungen
5.1 Wissenschaftliche Einrichtungen
5.1.1 Institute
5.1.2 An-Institute
5.1.3 Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen
5.1.4 Forschungsschwerpunkte[7]
6 Persönlichkeiten
6.1 Rektoren
6.2 Kanzler
6.3 Professoren
6.4 Bekannte Studierende und Alumni[10]
7 Siehe auch
8 Weblinks
9 Einzelnachweise
Geschichte |
Die Kölner Sporthochschule wurde 1947 als Rechtsnachfolgerin der am 15. Mai 1920 in Berlin gegründeten Deutschen Hochschule für Leibesübungen gegründet und am 22. November 1947 durch die Alliierten genehmigt. Zuvor begann bereits am 7. Juli 1947 das Sommersemester. Im Jahr 1952 waren 285 Studenten immatrikuliert, 1962 wurde ein Staatsvertrag zur Übernahme der Sporthochschule durch das Land NRW geschlossen. Am 15. Juni 1963 wurde der Neubau mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern in Köln-Müngersdorf eingeweiht.
Ihren Namen „Deutsche Sporthochschule Köln“ erhielt die Hochschule am 1. Januar 1965, als auch eine Rektoratsverfassung sowie die Einrichtung zusätzlicher Lehrstühle beschlossen wurde. 1966 besaß die Hochschule bereits rund 1.000 Studenten; am 7. April 1970 wurde sie als Universität anerkannt, wobei sie auch das Promotions- und Habilitationsrecht erhielt.
Im Jahr 1976 studierten rund 2.600 Hörer an der Hochschule. 1982, als diese Zahl schon auf rund 5.000 gestiegen war, trat eine neue Grundordnung in Kraft, wobei die Hochschulselbstverwaltung mit Zentralorganen und Fachbereichsorganen ausgebaut wurde.
1997 wurde schließlich die neue Zentralbibliothek der Hochschule eröffnet und ein Jahr später eine Studienreform durchgeführt, wobei der neue akademische Grad „Diplom-Sportwissenschaftler/in“ eingeführt wurde. 2000 wurde die Hochschule weiter ausgebaut, seitdem führt sie die Bezeichnung „Europäische Sportuniversität“.
Die Grundordnung der Hochschule wurde 2002 novelliert, zudem wurden zentrale wissenschaftliche Einrichtungen zur Stärkung der Forschung eingerichtet. 2006 erfolgte die Einweihung der neuen Leichtathletikanlage (NetCologne Stadion).
2007 wurden infolge des Bologna-Prozesses Bachelor- und Master-Studiengänge an der Hochschule eingeführt sowie eine neue Grundordnung erlassen. 2010 feierte sie mit insgesamt ca. 5.200 Studenten (davon 33 % weiblich und 7 % Ausländer) ihr 60-jähriges Bestehen. Im selben Jahr wurde auch eine TV-Lehrredaktion gegründet, die das Sportmagazin „DSHS-TV“ produziert und im landesweiten TV-Lernsender nrwision verbreitet.[4]
Gegenwart |
Die Universität befindet sich im Kölner Stadtteil Müngersdorf, direkt am großen Kölner Sportpark, der unter anderem das Rheinenergiestadion (vormals Müngersdorfer Stadion) beheimatet.
Gemessen an der Zahl der wissenschaftlichen Institute, der repräsentierten Wissenschaftsdisziplinen und der eingeschriebenen Studenten ist die DSHS die größte Sportuniversität der Welt. Im Kölner Raum wird sie knapp mit „SpoHo“ abgekürzt. Das Hochschulemblem der Deutschen Sporthochschule Köln zeigt einen griechischen Tempel mit vier Säulen. Diese stehen für das Starke, das Wahre, das Gute und das Schöne.
Der Universität angegliedert ist die Geschäftsstelle des 1995 in Nizza gegründeten European College of Sport Science.
Studienangebote |
An der DSHS wird an 20 wissenschaftlichen Instituten geforscht und gelehrt. Das Spektrum reicht von erziehungs-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern bis zu medizinisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen. Der Diplomstudiengang ist seit dem WS 2007/2008 sukzessive durch die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge abgelöst worden. Die angebotenen Lehramtsstudiengänge decken die Ausbildung im Unterrichtsfach Sport für alle Schulformen ab. Die Hochschule hat Promotions- und Habilitationsrecht.[5]
Ausdauerlauf bei der Sporteignungsprüfung
Sporteignungsprüfung[6] |
Studieninteressierte der sportwissenschaftlichen Bachelor- und Lehramtsstudiengänge der Deutschen Sporthochschule Köln müssen zur Bewerbung auf einen Studienplatz die besondere Eignung für das Sportstudium nachweisen. Die Prüfung dient der Feststellung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit und ist grundsätzlich drei Jahre gültig. Der "Eignungstest" wird zwei Mal im Jahr angeboten. Insgesamt werden 5 Sportarten abgeprüft. Neben der Leichtathletik, Schwimmen und Turnen kann jeweils ein Rückschlagspiel (Tennis, Badminton oder Tischtennis) und eine Mannschaftssportart (Fußball, Volleyball, Handball, Hockey oder Basketball) gewählt werden. Hierzu müssen insgesamt 19 von 20 Teildisziplinen bestanden werden, wobei der Ausdauerlauf am Ende des Tages auf jeden Fall bestanden werden muss.
Einrichtungen |
Wissenschaftliche Einrichtungen |
Institute |
An 20 wissenschaftlichen Instituten wird geforscht und gelehrt. Das Spektrum reicht von erziehungs-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern bis zu medizinisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen.
- Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation
- Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft
- Institut für Bewegungs- und Sportgerontologie
- Institut für Biochemie (WADA akkreditiertes Labor für Dopinganalytik)
- Institut für Biomechanik und Orthopädie
- Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung
- Institut für Kommunikations- und Medienforschung
- Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin
- Institut für Natursport und Ökologie
- Institut für Pädagogik und Philosophie
- Institut für Physiologie und Anatomie
- Psychologisches Institut
- Institut für Soziologie und Genderforschung
- Institut für Sportdidaktik und Schulsport
- Institut für Sportgeschichte
- Institut für Sportökonomie und Sportmanagement
- Institut für Sportrecht
- Institut für Tanz und Bewegungskultur
- Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik
- Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten
An-Institute |
- Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln und der Lebenshilfe NRW e.V. (FiBS e.V.)
- Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
- Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation (IQPR)
Manfred Donike Institut für Dopinganalytik e.V.
Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen |
- Centrum für nachhaltige Sportentwicklung (CENA)
Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport Köln (momentum)- Forschungszentrum für Neuroplastizität und Neuromechanik (FNN)
- Interdisziplinäres Genderkompetenzzentrum in den Sportwissenschaften (IGiS)
- Sportlehrer-Ausbildungs-Zentrum (SpAZ)
- Zentrum für Gesundheit (ZfG)
- Zentrum für integrative Physiologie im Weltraum (ZiP)
- Zentrum für Olympische Studien (OSC)
- Zentrum für Präventive Dopingforschung (ZePräDo)
Forschungsschwerpunkte[7] |
- Zentrum für integrative Physiologie im Weltraum[8]
- Projekt: "Modulation of Metabolic Fluxes by Physical Activity"
- Projekt: "Sport in der Medialen Moderne"[9]
Persönlichkeiten |
Rektoren |
- 1947–1962: Carl Diem (Gründungsrektor)
- 1962–1967: Werner Körbs
- 1967–1969: Liselott Diem
- 1969–1971: Wildor Hollmann
- 1971–1972: Werner Körbs
- 1972–1974: Ernst Hojer
- 1974–1982: Hans Joachim Lieber
- 1982–1987: Dietrich Quanz
- 1987–1991: Christiane Stang-Voss
- 1991–1999: Joachim Mester
- 1999–2014: Walter Tokarski
- seit 2014: Heiko Strüder
Kanzler |
- 1971–1999: Eike Reschke
- 1999–2014: Johannes Horst
- seit 2014: Angelika Claßen
Professoren |
- Hans-Joachim Appell
- Gert-Peter Brüggemann
- Alfons Bonnekoh
Liselott Diem † 1992
Manfred Donike † 1995- Dieter Eßfeld
- Ingo Froböse
- Josef Hackforth
- Wildor Hollmann
Kurt-Alphons Jochheim † 2013
August Kirsch † 1993- Manfred Lämmer
Karl Lennartz † 2014- Eckhard Meinberg
- Joachim Mester
- Jürgen R. Nitsch
- Dietrich Quanz
Richard Rost † 1998- Ralf Roth
- Wilhelm Schänzer
- Christiane Stang-Voss
Jürgen Stegemann † 2007- Mario Thevis
- Karl Weber
Bekannte Studierende und Alumni[10] |
Tom Bartels (* 1965), Sportkommentator
Karsten Baumann (* 1969), ehemaliger Fußballspieler und heutiger -trainer
Jürgen Bergener (* 1961), Fußballkommentator
Benjamin Best (* 1976), Journalist und Buchautor
Stefan Blöcher (* 1960), ehemaliger deutscher Hockeyspieler
Boris Büchler (* 1969), Sportreporter
Frank Buschmann (* 1964), Fernsehkommentator
Wojtek Czyz (* 1980), Paralympicssieger, Welt- u. Europameister
Christoph Daum (* 1953), Fußballtrainer
Frank Dopheide (* 1963), Markenfachmann
Kai Ebel (* 1964), Sportreporter
Seppo Eichkorn (* 1956), Fußballtrainer und Scout
Pia Engelberty, Voltigiererin
Günther Felbinger, Landtagsabgeordneter
Carolin Franzke, Ruderin
Hardy Frenger (* 1922), Turner und Turnnationaltrainer
Verena Hagedorn, Fußballtrainerin
Fabian Hambüchen (* 1987), Turner
Dunja Hayali (* 1974), Fernsehmoderatorin
Sebastian Hellmann (* 1967), Fernsehmoderator
Lara Hoffmann (* 1991), Leichtathletin
Valeska Homburg (* 1976), Fernsehmoderatorin
Matthias Hütten, Badmintontrainer
Benjamin Kleibrink (* 1985), ehemaliger Florettfechter
Julia Kleine (* 1984), Fernseh- und Radiomoderatorin, Reporterin, Synchronsprecherin
Felix Klemme (* 1980), Personal Coach und Fernsehdarsteller
Konstanze Klosterhalfen (* 1997), Leichtathletin
Anna Kraft (* 1985), Sportjournalistin
Yann-Benjamin Kugel (* 1979), Fitnesstrainer
Hannes Löhr (1942–2016), ehemaliger Fußballspieler und -trainer
Patric Looser (* 1984), Voltigierer
Claus Lufen (* 1966), Sportreporter
Ulrike Nasse-Meyfarth (* 1956), ehemalige Hochspringerin
Peter Neururer (* 1955), Fußballtrainer
Michael Reschke (* 1957), Fußballmanager
Michael Pappert (* 1957), ehemaliger Basketballspieler
Bernhard Peters (* 1960), Sportfunktionär
Wolf-Dieter Poschmann (* 1951), Sportmoderator
Detlef Poste (* 1966), Badmintontrainer und DBV-Geschäftsführer
Jonas Reckermann (* 1979), ehemaliger Beach-Volleyballer
Erich Ribbeck (* 1937), ehemaliger Fußballspieler und -trainer
Marion Rodewald (* 1976), Hockeyspielerin
Martin Rütter (* 1970), Hundetrainer
Erich Rutemöller (* 1945), Fußballtrainer
Ralf Scholt (* 1964), Sportjournalist
Almuth Schult (* 1991), Fußballerin
Helmut Schulte (* 1957), Fußballtrainer und Sportmanager
Christian Tews (* 1980), Fernsehdarsteller
Martyna Trajdos (* 1989), Judoka
Kai Vorberg (* 1981), ehemaliger Voltigierer
Max Weinhold (* 1982), Hockeytorwart
Alexandra Wester (* 1994), Weitspringerin
Klaus Zander (* 1956), ehemaliger Basketballspieler
Siehe auch |
- Liste der Hochschulen in Deutschland
- Das Fußballwunder
Weblinks |
- Offizielle Website der DSHS Köln
- TV-Lehrredaktion der DSHS Köln – Mediathek
Einzelnachweise |
↑ DSHS Köln - Chronik. DSHS Köln (StAPS, Abt. Presse und Kommunikation), abgerufen am 25. August 2015.
↑ Neues Rektorat komplett (PuK), DSHS Köln (StAPS, Abt. Presse und Kommunikation), Aktuelles Meldungen & Pressemitteilungen vom 9. April 2014, abgerufen am 20. April 2014
↑ Neues Rektorat komplett (PuK), DSHS Köln (StAPS, Abt. Presse und Kommunikation), Aktuelles Meldungen & Pressemitteilungen vom 9. April 2014, abgerufen am 20. April 2014
↑ TV-Lehrredaktion der DSHS
↑ Studienangebote der Deutschen Sporthochschule Köln
↑ Sporteignungsprüfung der Deutschen Sporthochschule Köln
↑ Forschungsschwerpunkte- und gruppen (Memento des Originals vom 17. Mai 2015 im Internet Archive)
Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dshs-koeln.de, DSHS Köln - Forschungseinrichtungen und -verbünde, abgerufen am 26. August 2015
↑ Forschungsschwerpunkt, DSHS Köln - ZiP, abgerufen am 26. August 2015
↑ Forschungsschwerpunkt 'Sport der medialen Moderne' , DSHS Köln - sportmemo, abgerufen am 26. August 2015
↑ Website der Deutschen Sporthochschule Köln: Bekannte Studierende und Alumni der Deutschen Sporthochschule Köln
.mw-parser-output div.BoxenVerschmelzen{border:1px solid #AAAAAA;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;padding-top:2px}.mw-parser-output div.BoxenVerschmelzen div.NavFrame{border:none;font-size:100%;margin:0;padding-top:0}
.mw-parser-output div.NavFrame{border:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center}.mw-parser-output div.NavPic{float:left;padding:2px}.mw-parser-output div.NavHead{background-color:#EAECF0;font-weight:bold}.mw-parser-output div.NavFrame:after{clear:both;content:"";display:block}.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFrame{margin-top:-1px}.mw-parser-output .NavToggle{float:right;font-size:x-small}
50.9367080555566.869341Koordinaten: 50° 56′ 12,1″ N, 6° 52′ 9,6″ O