Fedderwardergroden
































Fedderwardergroden

Stadt Wilhelmshaven

53.5744444444448.09194444444442Koordinaten: 53° 34′ 28″ N, 8° 5′ 31″ O

Höhe:
2 m ü. NN

Fläche:
2,89 km²

Einwohner:
8274 (30. Sep. 2012)[1]

Bevölkerungsdichte:
2.866 Einwohner/km²

Postleitzahl:
26388

Vorwahl:
04421

Karte
Lage (als „F“ markiert) in Wilhelmshaven


Fedderwardergroden (umgangssprachlich auch F'groden gesprochen und geschrieben) ist ein Stadtteil der niedersächsischen Stadt Wilhelmshaven.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


  • 2 Bevölkerung


  • 3 Geschichte


  • 4 F'groden heute


  • 5 Kirchen und Glaubensgemeinschaften


  • 6 Veranstaltungen


  • 7 Literatur


  • 8 Einzelnachweise


  • 9 Weblinks





Geographie |


Fedderwardergroden grenzt im Norden an Sengwarden, im Nordosten an Voslapp, im Südosten an Rüstersiel, im Süden an Altengroden, im Südwesten an Himmelreich/Coldewei und im Westen an Fedderwarden.



Bevölkerung |


Fedderwardergroden hatte am 30. September 2012 8274 Einwohner. Die Arbeitslosenquote lag am 15. Dezember 2010 mit 11,6 % über dem Wilhelmshavener Durchschnitt von 9,3 %.[2]
Der Ausländeranteil liegt mit 3,5 % unter dem Wilhelmshavener Durchschnitt von 4,4 %.[3]



Geschichte |


Der Name bezieht sich auf das nahe Dorf Fedderwarden und den Groden, auf dem der Stadtteil erbaut wurde. Nach Ansicht des Wilhelmshavener Chronisten Edgar Grundig geht der Name auf den Personennamen Feddo, Fedder oder auf den Familiennamen Fedeninga zurück. Die Endung warden meint hingegen den Begriff Wurt oder Warft. Groden sind durch Deichbau und Melioration dem Meer abgerungene Marschlandschaften.


Der Stadtteil Fedderwardergroden wurde während der 1930er Jahre als Großsiedlung für die dienstverpflichteten Marineangehörigen und Werftarbeiter geplant und durch die Organisation Todt, dem u. a. das Stolberg-Aachener Bauunternehmen Robert Grünzig GmbH angehörte, errichtet. Ursprünglich fanden sich auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils nur einige Bauernhöfe. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg verzögerte sich der Aufbau, so dass viele Häuser erst in den 1950er bzw. 1960er Jahren fertiggestellt wurden. Eine Besonderheit ist die Verwendung vieler unterschiedlicher Wohnungstypen und Zuordnung eines Ackers zur Selbstversorgung zu jeder Wohnung.


Ein Wilhelmshavener Magazin legt hierzu dar:


Fedderwardergroden wurde auf der „grünen Wiese“ hochgemauert. Die größte Gemeinschaftssiedlung hatte keine Vorbilder und ist heute noch ohne Beispiel. Sie wurde 1936 als „Neue Stadt“ erdacht und ab 1939 als Fedderwardergroden gebaut. Vor mehr als 60 Jahren erlebte das heutige Gebiet Fedderwardergroden Aktivitäten, welche die heutige Vorstellungskraft sprengt. In Wilhelmshaven baute man an einer Stadt für 500.000 Menschen. Nach dem Krieg lebten von 133.000 noch gerade 50.000 Menschen in Wilhelmshaven, 15.000 in 3.000 Wohnungen allein in Fedderwardergroden. Die schweren Nachkriegsverhältnisse ließen hier die Bevölkerung zusammenrücken und begünstigte das soziale Leben.[4]



F'groden heute |


Heute bietet der Stadtteil ein Geschäftszentrum sowie kleine Ladengruppen innerhalb der Wohngebiete, die zum Einkaufen und gemütlichen „Bummeln“ einladen. Zudem bietet der Stadtteil seinen Einwohnern neben Kindergärten, Schulen, Kirchen, Spiel- und Sportanlagen ein ringförmiges System von Grünanlagen („Der grüne Ring“), dem auch eine mittlere Parkanlage mit kleinem See, dem Plauentief, zugehört. Darüber hinaus macht der Stadtteil ein vielfältiges Gastronomieangebot, von Kneipen und Bistros bis hin zur internationalen Qualitätsküche. Kulturangebote wie Theaterbühnen, Lichtspielhäuser, Bibliotheken oder auch Galerien sind indes nicht vorhanden.


F'groden wird an zahlreichen Haltestellen von zwei Omnibuslinien der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven angefahren und verfügt über einen Anschluss zur Bundesautobahn 29. Die Jade Hochschule, das Reinhard Nieter-Krankenhaus sowie das Stadtzentrum (und damit auch der Hauptbahnhof) sind ohne Umstieg erreichbar (Posener Str. - Hauptbahnhof ca. 24 min), während gewerbliche Busunternehmen den Personentransport ins nahe Umland sicherstellen. So darf F'groden als verkehrstechnisch gut angebunden betrachtet werden.


Gewerbe und somit Arbeitsplätze gibt es vor allem im Bereich Handel und Dienstleistungen. Überregional bekannt ist z. B. der Versandhändler Mindfactory.


Im Rahmen der Gesamtbeschau F'grodens fallen jedoch auch kritische Stimmen ins Gewicht, die eine zunehmende Verwahrlosung des Stadtteils bemängeln und die Wiedereinrichtung des aus dem Stadtteil abgezogenen Polizeikommissariats fordern.



Kirchen und Glaubensgemeinschaften |


In Fedderwardergroden befindet sich



  • die evangelisch-lutherische Friedenskirche in der Preußenstraße,

  • die römisch-katholische Christus König Kirche in der Posener Straße,

  • die neuapostolische Gemeinde Wilhelmshaven-Nord in der Salzastraße sowie

  • ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas in der Posener Straße


Von 1946 bis 1977 gab es in einem umgebauten Bauernhof eine Gemeindearbeit der Wilhelmshavener Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten).[5]


Eine Besonderheit ist ein von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam genutzter Glockenturm.




Veranstaltungen |



  • Stadtteilfest F´groden macht Spass im September (mit Unterbrechung in 2008–2009)

  • Frühlingsfest



Literatur |



  • Ingo Sommer: Fedderwardergroden 1940 - 1990, hrsg. vom Bürgerverein Federwardergroden e.V. mit Förderung der Sparkasse Wilhelmshaven, Brune Druck- und Verlags-GmbH, Wilhelmshaven 1990.

  • Ingo Sommer: Wilhelmshaven-Fedderwardergroden 1940 – 1990: 50 Jahre Architekturgeschichte, in: Mitteilungsblatt der Oldenburgischen Landschaft III/1990, ISSN 0175-7512.

  • Ingo Sommer: Die Stadt der 500.000, NS-Stadtplanung und Architektur in Wilhelmshaven, S. 84 ff. Verlag: Vieweg Braunschweig /Wiesbaden, Braunschweig/Wiesbaden 1993, ISBN 3-528-08851-6. 



Einzelnachweise |




  1. Einwohner in den Stadtteilen und Stadtvierteln – STA(D)Tistik report 4-2012, Stadt Wilhelmshaven (PDF; 5,4 MB)


  2. STA(D)Tistik report „Daten und Fakten“ 2-2011 der Stadt Wilhelmshaven (PDF; 8 MB)


  3. Stadt Wilhelmshaven – Stadtteilporträt Fedderwardergroden, abgerufen am 6. Dezember 2013


  4. „Scout – Das Magazin für Wilhelmshaven und Umland“ (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)


  5. Holger Kelbert: Und gehet hin in alle Welt … 100 Jahre Baptisten-Gemeinde Wilhelmshaven, Wilhelmshaven 1986, S. 116



Weblinks |



 Commons: Fedderwardergroden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

  • Stadtteilporträt Fedderwardergroden



.mw-parser-output div.NavFrame{border:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center}.mw-parser-output div.NavPic{float:left;padding:2px}.mw-parser-output div.NavHead{background-color:#EAECF0;font-weight:bold}.mw-parser-output div.NavFrame:after{clear:both;content:"";display:block}.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFrame{margin-top:-1px}.mw-parser-output .NavToggle{float:right;font-size:x-small}








Popular posts from this blog

Willebadessen

Ida-Boy-Ed-Garten

Residenzschloss Arolsen