Batzenhofen




























Batzenhofen

Stadt Gersthofen


Wappen von Batzenhofen

48.42986111111110.816172222222455Koordinaten: 48° 25′ 48″ N, 10° 48′ 58″ O

Höhe:
455 m ü. NN

Einwohner:
756 (1987)

Eingemeindung:
1. Januar 1978

Postleitzahl:
86368

Vorwahl:
08230



Batzenhofen von Osten gesehen





Konrad Westermayr: Batzenhofen im Winter, 1917


Batzenhofen ist ein Pfarrdorf und Ortsteil der Stadt Gersthofen im schwäbischen Landkreis Augsburg in Bayern (Deutschland).




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Lage


  • 2 Geschichte


  • 3 Kirchen


  • 4 Einzelnachweise


  • 5 Weblinks





Lage |


Batzenhofen liegt nordwestlich von Gersthofen am linken Schmutterufer beiderseits des hier mündenden Böglegrabens.


Die Kreisstraße A 15 führt von Gablingen über Batzenhofen und Hirblingen nach Täfertingen, wo sie in die Staatsstraße St 2032 mündet.



Geschichte |


Der heutige Stadtteil wurde schon im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Auch St. Martin als Mutterkirche der Hirblinger Urmark gehört – v. a. wegen des Ortsnamens – möglicherweise in diese sehr frühe Zeit. Das hohe Alter Batzenhofens ergibt sich aus seiner Lage im Altsiedelgebiet an der Schmutter sowie aus der Tatsache, dass es den fränkischen Reichsheiligen St. Martin zum Kirchenpatron hat[1]. Im Mittelalter war Batzenhofen eine Königspfalz. Friedrich Barbarossa machte auf dem Weg von Göggingen nach Goslar 1154 in Batzenhofen Station. Eckpfeiler der urkundlichen Tradition ist die Ulrichsurkunde von 969. Damals erhielt das neu gegründete Frauenkloster St. Stephan in Augsburg schenkungsweise als Erstausstattung Güter in Batzenhofen. Der Ort stieg zu einem der drei stephanischen Ämter auf und wurde die Zentrale der ländlichen Besitzungen des Stifts. Im Jahre 1750 wurde das Schloss Batzenhofen als Sommersitz für die Kanonissen errichtet.


Batzenhofen veränderte seinen Ortsnamen oft, so wird der Ort in der Ulrichsurkunde 969 als Pazenhoua bezeichnet. Später im 11. Jahrhundert hieß er Pacenhoven, im 12. Jahrhundert Battzenhouen, Pacinhouen und Pazzenhouen. Um 1195 wurde der Ort Bazzenhouen genannt, 1257 Bazinhovin. Ab 1440 erhielt der Ort seinen bis heute gültigen Namen, Batzenhofen, was bei den Höfen des Bazzo bedeutet.


Batzenhofen war eine selbstständige Gemeinde und wurde am 1. Januar 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Gersthofen eingemeindet.[2]



Kirchen |


Die katholische Pfarrei St. Martin in Batzenhofen gehört zum Dekanat Augsburg-Land im Bistum Augsburg. Zur Pfarrei gehören auch noch die Filialkirche St. Wolfgang in Rettenbergen sowie die Ortschaften Edenbergen und Gailenbach. Im Jahre 1766 wurde die Kapelle St. Sebastian erbaut.



Einzelnachweise |




  1. Walter Pötzl: Kirchengeschichte und Volksfrömmigkeit in „Der Landkreis Augsburg, Band 5/1994“, Hrsg.: Prof. Walter Pötzl, Augsburg 1994


  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 767. 



Weblinks |



 Commons: Batzenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

  • Stadt Gersthofen, offizielle Homepage

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